Interview mit einem Schüler
«Toll, aber anstrengend»
Das ist das Zwischenfazit von Mathis aus Genf. Wir haben den 15-Jährigen Ende Juli nach drei Tagen Einsatz gesprochen. Lesen Sie, wie der Schüler der Steiner-Schule seine ersten Tage im Bergwald rund um den Moléson (FR) erlebt hat.
Was hast du im Bergwald gemacht?
Am ersten Tag habe ich zusammen mit meiner Gruppe unter Anleitung von Béatrice den Wald gepflegt und Gitter am Strassenrand gereinigt. Am zweiten Tag hat uns Gilbert beigebracht, wie man einen Baum fällt. Er hat uns gezeigt, wie man die Stelle auswählt, an die der Baum fallen soll, und wie man ihn so fällt, dass er dann auch dort landet. Heute haben wir mit Christoph an einem Zaun gearbeitet. Mit dessen Hilfe kann man beobachten, ob Pflanzen innerhalb – also ohne Wildtiere – anders wachsen als ausserhalb.
Was hat dir bisher am meisten gefallen? Und hast du etwas lernen können?
Das Baumfällen war am spannendsten. Danach war ich richtig stolz auf mich und meine Gruppe. Das Krachen, wenn der Baum fällt – das ist echt krass. Ich habe schon einmal mit der Axt gearbeitet – als Zeitvertreib und um kleine Bäume zu fällen. Einen grossen Baum konnte ich aber noch nie fällen. Wie das geht, habe ich nun im Bergwald gelernt.
Was hältst du von der Woche im Bergwald?
Ich finde sie toll! Aber auch anstrengend… Am Anfang hatten meine Freunde und ich keine grosse Lust, in den Wald zu gehen, um zu arbeiten. Es ist unser letztes gemeinsames Schuljahr und die Bergwaldwoche unsere letzte gemeinsame Woche. Wir hätten gerne etwas Entspannteres gemacht, bei dem wir nicht den ganzen Tag in kleinen Gruppen unterwegs sind. Aber persönlich finde ich, dass es sehr bereichernd ist. Ich habe viel gelernt, denn ich wusste bisher nicht viel über den Wald. Ich glaube, viele sind zufriedener, als sie erwartet haben. Dabei spielt sicher auch die Tatsache, etwas Sinnvolles zu tun, eine Rolle.

