Bildungswerkstatt Bergwald
Reitweg 7
3600 Thun
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Seit Jahrzehnten gehen in der Schweiz täglich 4-5 Landwirtschaftbetriebe unter, die meisten im Berggebiet. Die ertragreicheren Teile ihres Landes werden von verbleibenden Bauern meist übernommen, nicht aber steilere, unproduktive Zonen an Hängen - dort, wo Wald und Nichtwald meist mäanderartig ineinander verflochten sind. Ökologisch und ästhetisch sind dies meist die wertvollsten Gebiete.
Die in der Landwirtschaft verbliebene Bergbevölkerung ist zunehmend überaltert und auch in der Forstwirtschaft stehen unter dem extremen Spardruck immer weniger Menschen und Mittel zur Verfügung.
So sind auch immer weniger Menschen in der Lage und bereit, den alpinen Lebensraum hinreichend zu nutzen und zu pflegen – mit fatalen Folgen:
Erst wenige scheinen die Tragweite dieser Tatsachen zu realisieren. Bereits liegen grosse Landstriche brach, verganden und verwalden, wodurch wertvolle Landschaftselemente und Kulturgüter der Alpentäler unwiederbringlich verschwinden - ein wichtiges Kapital auch für den Tourismus, der die Lebensgrundlage für die meisten verbleibenden Bergbewohner ist. Mit der vielfältigen Kulturlandschaft verschwinden auch die Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und Naturgefahren nehmen zu.
Um das traditionsreiche Erbe unserer alpinen Kulturlandschaft zu retten, werden in den kommenden Jahren entschlossen neue Wege beschritten werden müssen.
Die Jugend auf breiter Basis für diese Probleme zu sensibilisieren und sie zugleich aktiv an der Pflege und Nutzung des Berggebiets zu beteiligen, ist daher ein weiteres Motiv für die Arbeit der Bildungswerkstatt Bergwald.
Zugleich bietet sie Jugendlichen an diesem einzigartigen Lernobjekt die Möglichkeit, ökologisch Grundlegendes zu be - greifen, eine verbindliche Beziehung zu unseren natürlichen Lebensgrundlagen aufzubauen und auch globale Dimensionen des Themas Umwelt besser zu verstehen.