Bildungswerkstatt Bergwald
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Feedbacks von Lehrkräften

Aus dem Auswertungsbericht eines Sekundarlehrers:

"Ich wurde zusammen mit der Klasse dank Ihnen um eine grosse Erfahrung reicher. Wir sind überglücklich nach Hause zurückgekehrt. Im Lern- und Erfahrungslager wurden uns kostbare Einsichten in die Ressource Wald mitgegeben, nicht über den Kopf, sondern durch vielfältige praktische Arbeit im Bergwald.  Den Jungen wurden empirisch Zusammenhänge klargemacht. Sie wissen nun, wie sensibel die Natur so hoch oben reagiert, wie zerstörerisch der Einfluss des Schnees sein kann, wie unmöglich es wäre, ohne Schutz in den Alpentälern zu leben, wie der Wald unser Trinkwasser zurückhält und filtert, wie die Natur nicht in kurzen menschlichen Rhythmen funktioniert, sondern in Zeiträumen von Generationen.

Klasse: Natürlich waren einige wenige Schüler im Vorfeld etwas kritisch eingestellt. Sie hatten dann aber mit grossem Einsatz doch gezeigt, dass sich die Arbeit lohnte, sie hatten verstanden, was in der Bergnatur geschieht. Sie haben beim Bau der Ogi-Böcke Teamarbeit gelebt, sie haben auch bei heissem Wetter gelernt durchzuhalten. Zudem wurden wir belohnt mit einem atemberaubenden Bergpanorama vor Eiger, Mönch und Jungfrau.

Alte Gegensätze in der Klasse hatten sich, wie die Schüler und Schülerinnen selber es ausdrücken, ausgeglichen, sie haben sich zum Schluss ihrer Schulzeit noch näher zusammen gefunden.
Ich selber bin sehr froh darüber, das „Wagnis“ eingegangen zu sein, es hat sich in jeder Hinsicht einfach nur gelohnt. Dafür bin ich sehr dankbar.

Leiter der Bildungswerkstatt: Ein ausgesprochen fähiges Leiterteam mit Förster/Waldpädagoge, Forst-Ingenieur, Berufs-Allrounder und einer Praktikantin vermochte die Klasse durch die Woche zu führen und sehr zu begeistern. Sie haben neben der Arbeit auf Naturschönheiten und –zusammen-hänge aufmerksam gemacht, die Arbeitsabläufe geduldig erklärt, mit einer natürlichen Autorität geführt und vor allem überzeugend die Arbeit in die grosses Naturzusammenhänge gestellt. Sie verdienen alle ein grosses Kompliment und es ist zu hoffen, dass noch viele Klassen auf diese empirische Weise Umgang mit der Bergnatur ins Bewusstsein bekommen.

Lerneffekt: Nicht nur der bereits besprochene Lagerzweck ist hervorzuheben. Auch das soziale Lernen, streng arbeiten im Team, Durchhalten, einmal etwas weniger Komfort zu haben als wie zu Hause gehören zum empirischen Lernen. Das Lager wird bestimmt nachhaltig nachwirken, davon bin ich überzeugt und dafür auch dankbar."

Sek. Rorschach, B.B.  Klassenlehrer

 

Aus einem Bericht an die Schulbehörden:

Heute, 6 Wochen später .......sind noch erstaunliche Veränderungen festzustellen:

  • ein Mädchen, das sich vorher nur minutenlang konzentrieren konnte, wenn die Lehrerin bei ihr sass, schafft seither Arbeitssequenzen von etwa einer halben Stunde......
  • ein Mädchen, das noch nicht lange in der Schweiz ist, spricht seither spontan deutsch
  • ein Mädchen, dessen Texte vor Fehler nur so strotzten, schreibt seit dem Lager fast fehlerfrei!
  • ein Mädchen konnte im Lager ein neues Selbstbewusstsein entwickeln, das sich in einer aufrechten, harmonischen Gangart äussert (darauf wurde ich von Kolleginnen aufmerksam gemacht)
  • zu einem depressiven Knaben konnte ich einen Kontakt aufbauen, der immer noch anhält
  • ein Knabe, der vor 4 Jahren mit der Vorstellung , er sei geistig behindert, in die Schweiz kam, erträgt deutlich grössere Anforderungen bezüglich Selbständigkeit und Denkleistungen.

Zusammenfassend möchte ich feststellen, dass dieses Lager den Jugendlichen Entwicklungsschritte ermöglicht hat, die sonst kaum in dieser Zeit und so intensiv möglich gewesen wären, und zwar in Bereichen wie:

  • Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein
  • Hilfsbereitschaft
  • Arbeitshaltung
  • Durchhaltevermögen
  • Freude an Arbeit
  • körperliche Fitness und Leistungsfähigkeit
  • umsetzen von Wille in Tat
  • Hineinwachsen in gesellschaftliche Verantwortung

R.M. Klassenlehrerin einer 9. Klasse (Kleinklasse) an der Oberstufe der Realschule von Oftrigen AG

 

Aus dem Schlussbericht eines Realschullehrers:

„Meine Erwartungen an die Woche haben sich mehr als erfüllt....... Ungewohnte Lebensbedingungen einfach einmal zu erleben ohne wenn und aber, sich in eine nicht alltägliche Situation hineinzubegeben, Gewohntes hinter sich zu lassen, zu arbeiten und gleichzeitig zu wissen warum -  das sind Aspekte dessen, was alle Schülerinnen und Schüler im Massstab 1:1 durchgelebt haben.“

Georg G., Klassenlehrer 9. Klasse, Realschule Zug

 

Aus den Evaluationsberichten von zwei Gymnasiallehrern:

„Obschon sich viele Schülerinnen und Schüler vor der Projektwoche eher skeptisch äusserten, war die Woche für fast alle ein insgesamt positives Erlebnis. Die Schülerinnen und Schüler wären zwar für die harte Arbeit, die sie geleistet haben, lieber entlöhnt worden, als dafür zu bezahlen. Objektiv betrachtet ist aber der Preis für das, was die BWBW bietet, durchaus gerechtfertigt.“
„Ich kann meinen Lehrer-Kolleginnen und Kollegen eine solche Woche nur empfehlen, sie ist für eine Klasse mindestens ein dreifacher Gewinn: im Sozialen, für die persönliche Weiterentwicklung einzelner Jugendlicher sowie bezüglich schulischem, sprich ökologischem Lernen.“

M. R., Klassenlehrer Gymnasium Schadau, Thun

 

„Wir haben das Waldprojekt ‚Bildungswerkstatt’ in Eggberge erfolgreich durchführen können. Es war eine lehrreiche, intensive und sehr lohneswerte Woche.... Die Zusammenarbeit mit den Kursleitern war ausgezeichnet und stets kooperativ. Wir Lehrer und die Klasse sind begeistert.“

Dr. P. H., Kantonsschule, Zürich

 

Statement aus Rückmeldungen von Lehrkräften aus Rudolf Steiner-Schulen:

„Das Arbeiten im Team und die Selbstüberwindung im Durchhalten leisten einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung sozialer und allgemein menschlicher Fähigkeiten.“

B. V. Klassenlehrerin  9. Klasse, R. Steiner-Schule Biel

 

„Die Eltern berichten, dass ihre Kinder durch das Praktikum in ihrer Entwicklung einen deutlichen inneren Entwicklungsschub bekommen haben, die Klassengemeinschaft ist erstarkt und zusammengewachsen.“

F. de V., 9. Klasse, Frei Waldorfschule Bochum

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